Wichtig:

Das Visum ist bei einer russischen konsularischen Vertretung, Botschaft oder Visazentrum immer vor Antritt der Reise zu besorgen! An den Grenzübergangsstellen in Russland werden keine Visa ausgestellt.

Liebe Freunde! In der letzten Zeit häuften sich die Fälle der Einreise von ausländischen Staatsbürgern nach Russland, die den Mitarbeitern des Grenzschutzes einen annullierten Reisepass mit einem gültigen russischen Visum sowie einen neuen Reisepass ohne Visum vorlegen. Laut der gültigen russischen Gesetzgebung ist die Einreise von Ausländern in solcher Form nach Russland nicht vorgesehen, und die Grenzkontrollstellen verweigern solchen Ausländern die Einreise nach Russland. In einem solchen Fall muss der ausländische Staatsbürger rechtzeitig noch vor der Reise nach Russland bei einer der russischen Konsularvertretungen im Ausland das Visum aus dem alten Reisepass in den neuen übertragen lassen.

 

 

Die Beantragung der Visa für AntragstellerInnen aus den Bundesländern Oberösterreich, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg erfolgt grundsätzlich im Russischen Visazentrum Salzburg:

 

     VFS GLOBAL

Eberhard Fuggerstasse 2a,

Top W5.3.OG, 5020 Salzburg

Tel.  +43 720 228426

E-mail: info.russalzburg@vfshelpline.com

Webseite: http://www.vfsglobal.com/russia/austria/

 

 

Das Visazentrum hat die Aufgabe, die VisabewerberInnen bei der Ausfüllung und Komplettierung der erforderlichen Unterlagen zu unterstützen. Es ist befugt, die Anträge anzunehmen und die visierten Pässe auszuhändigen. Die Ausstellung der Visa erfolgt jedoch ausschließlich durch das Generalkonsulat.

 

Auch im Generalkonsulat ist die Beantragung nach einer Terminvereinbarung möglich.

 

Von der Terminregelung ausgenommen sind

  • Gäste der Bediensteten der Österreichischen Botschaft Moskau (bei Gegenseitigkeit)
  • Visaanträge in Notfällen, z.B. schwere Erkrankung/Todesfall eines engen Verwandten in Russland.

Abholung der visierten Pässe: Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr, terminfrei.

 

Vollmacht

Das Einreichen der Unterlagen und die Aholung des Visums erfolgen in der Regel durch den Antragsteller persönlich. Dieser kann jedoch auch eine andere Person durch eine schriftliche Vollmacht (keine notarielle Beglaubigung erforderlich) damit beauftragen.

 

Postweg

Im Generalkonsulat ist die postalische Bearbeitung der Visumanträge nicht möglich. Wer die Beantragung und Zusendung der Visa per Post bevorzugt, wendet sich bitte nur an das Visazentrum.

 

Gruppen

Im Konsulat können nur Visa für Einzelpersonen beantragt werden. Anträge für Gruppen (ab 5 Personen) sind im Visazentrum zu stellen.

 

Fristen

Das Visum kann nicht früher als 3 Monate vor der Einreise nach Russland beantragt werden.

 

Rechtliche Grundlagen

Die Erteilung der russischen Einreisevisa für BürgerInnen der EU-Mitgliedsstaaten (mit Ausnahme von Grossbritannien, Dänemark und Irland), die als

  • Angehörige der offiziellen Delegationen,
  • Geschäftsleute,
  • Fernfahrer / Zugpersonal im internationalen Straßen- und Bahnverkehr,
  • Journalisten,
  • Teilnehmer an kulturellen, wissenschaftlichen und künstlerischen Tätigkeiten, internationalen Sportveranstaltungen, Austauschprogrammen für Schüler und Studenten sowie der Partnerstädte,
  • enge Verwandte der in Russland rechtmäßig wohnhaften EU-Bürger
  • Privatreisende zum Zweck des Besuches von Kriegs-/Zivilgräbern

nach Russland reisen, wird geregelt durch das Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Russischen Föderation über die Erleichterung der Ausstellung von Visa vom 25.Mai 2006 (EU-Russland-Abkommen).

In sonstigen Fällen, insbesondere bei touristischen Reisen und Einreisegründen wie Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, Vollzeitstudium, Beantragung einer längerfristigen Aufenthaltsgenehmigung, ständige  Wohnsitznahme, Asylgesuch etc., gelten innerstaatliche Rechtsvorschriften der Russischen Föderation.

 

Für ein Visum sind ERFORDERLICH:

  • Reisepass, gültig mindestens 6 Monate länger als das beantragte Visum und mit mindestens zwei freien Seiten.
  • Visumantrag, online ausgefüllt auf dem Webservice des russischen Aussenministeriums und ausgedruckt, mit einem aktuellen Original-Passbild, 3,5x4,5 cm. Der Visumantrag muss vom Antragsteller persönlich mit Angabe des Datums unterschrieben sein.
  • Kopie der Versicherungspolizze als Nachweis einer in Russland gültigen Reisekrankenversicherung (nur für Staatsbürger von Schengenstaaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn; sowie von Ireland und Israel).

Wichtig: Sozialversicherungsausweise (z.B. die österreichische e-card, Ausweise der Krankenkassen usw.) werden nicht als Reisekrankenversicherung anerkannt. Dazu s. eine Auswahl der akzeptierten Versicherungsgesellschaften.

 

Als Nachweis über den Zweck der Reise ZUSÄTZLICH ERFORDERLICH:

 

1. Für touristische Reisen:

  • Reisebestätigung, ausgestellt vom Reiseveranstalter (Reisebüro bzw. Hotel mit Referenznummer).

       Wichtig: Hotelbuchung allein reicht als Grundlage nicht aus!

 

2. Für Geschäfts- und Dienstreisen, kurzzeitige Studienaufenthalte (bis 90 Tage), Kultur- oder Schüleraustausch, Sportveranstaltungen:

  • schriftliches Ersuchen (Einladung) der gastgebenden juristischen Person in Russland nach Art. 4 EU-Russland-Abkommen (regionale/kommunale Behörde, Unternehmen, Kultur- oder Bildungseinrichtung, Verein, wissenschaftliche Institution, Sportverband usw.)

oder

  • Einladung, ausgestellt durch den Föderalen Migrationsdienst FMS

oder

  • Visumanweisung des russischen Außenministeriums.

3. Für Journalisten:

  • eine von einem Berufsverband ausgestellte Bescheinigung, aus der hervorgeht, dass die betreffende Person Journalist/in ist (Journalistenausweis),
  • schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers (Redaktion) von der russischen Seite, dass die Reise zwecks journalistischer Tätigkeiten erfolgt.

4. Für Transitreisen:

  • Schriftliches Ersuchen an das Konsulat (Vordruck hier),
  • Flug- oder Bahntickets, wenn diese Verkehrsmittel benutzt werden,
  • Visum (soweit für den Antragsteller erforderlich) für das Folge- bzw. Zielland.

 

Wichtige Hinweise zu Transitreisen:

Wenn Sie während der Flugreise in ein Drittland bei der Zwischenlandung in einem russischen Flughafen den Transitbereich nicht verlassen und der Aufenthalt nicht länger als 24 Stunden dauert, benötigen Sie kein Transitvisum.

Jedoch:

Bei Flugreisen nach/von Republik Belarus (Weißrussland) und Kasachstan über Flughäfen in Russland ist ein russisches Transitvisum erforderlich und zwar – abweichend von der allgemeinen Transitregelung – auch dann, wenn der Anschlussflug vom gleichen Flughafen abfliegt.

 

5 a. Für private Besuchsreisen (einladende Person ist russische/r Staatsangehörige/r):

  • förmliche Einladung im Original, ausgestellt durch den Föderalen Migrationsdienst FMS.

 

5 b. Für private Besuchsreisen (einladende Person ist als Staatsangehörige/r  eines EU-Mitgliedstaates  in der Russischen Föderation rechtmäßig wohnhaft) – gilt für deren/dessen Ehepartner, Kinder, Enkelkinder, Eltern, Großeltern:

  • schriftliches Ersuchen des Gastgebers mit notariell beglaubigter Unterschrift,
  • Kopie des Reisepasses und der Aufenthaltsberechtigung des Gastgebers für Russland,
  • Nachweis der Verwandtschaft.

 

5 c. Für Gäste der Bediensteten der Österreichischen Botschaft Moskau (aufgrund der Gegenseitigkeit):

  • Note der Botschaft (in Kopie).

 

6. Für den Besuch von Kriegs-/Zivilgräbern:

  • Ein amtlicher Nachweis über das Fortbestehen des Grabes sowie über familiäre Bände zwischen dem Antragsteller und dem Begrabenen.

 

7. Arbeitsvisum / Visum für Studienzwecke (fällt nicht unter das EU-Russland-Abkommen):

  • förmliche Einladung im Original, ausgestellt durch den Föderalen Migrationsdienst (FMS)
  • ärztliches Zeugnis über einen negativen HIV-Test (für Aufenthalte über 90 Tage).

 

Diese Aufzählung ist nicht abschließend! Bei auftretenden Zweifeln kann im Einzelfall die Vorlage zusätzlicher Dokumente bzw. Angaben verlangt werden. Das Konsulat behält sich vor, die Antragstellerin/den Antragsteller zu einem Gespräch zwecks Klärung der offenen Fragen im Zusammenhang mit dem beantragten Visum einzuladen.

 

 

Wichtige Information für Nicht-Österreicher/innen

Staatsangehörige der EU-Staaten (außer Belgien, Bulgarien, Ungarn, Griechenland, Dänemark, Island, Spanien, Frankreich, Italien, Lettland, Lithauen, Malta, der Niederlande, Polen, Deutschland, Portugal, Schweden, der Slowakei, Tschechien, Estland, Finnland, Rumänien und Zypern) sowie der Schweiz haben bei der
Beantragung der Visa die Meldebestätigung einer österreichischen Gemeinde als Nachweis für den Daueraufenthalt in Österreich vorzulegen.

AntragstellerInnen aus Nicht-EU-Staaten müssen im Besitz eines gültigen Aufenthaltstitels der Republik Österreich für mindestens 90 Tage sein.

Andernfalls muss das Visum im Heimatland beantragt werden.

 

 

 

Visagebühren

Für BürgerInnen der Europäischen Union (außer Großbritannien und Irland) gemäß Art.6 EU-Russland-Abkommen sowie für BürgerInnen von Dänemark, Island, Norwegen und der Schweiz gemäß bilateralen Abkommen:

bei einer Bearbeitungszeit von 4-10 Tagen              35 Euro

bei einer Bearbeitungszeit von 1-3 Tagen                70 Euro

 

Die angeführten Gebührensätze gelten für touristische, humanitäre, Geschäfts-, Transit- und private Besuchsvisa. Die Höhe der Gebühren für andere Arten von Visa, die nicht unter das EU-Russland-Abkommen fallen (z.B. Arbeit oder Vollzeit-Hochschulstudium, Asylgesuche, Aufenthaltsberechtigung usw.) wird auf Anfrage bei der Antragstellung mitgeteilt.

 

Fälle der Befreiung von Visagebühren sind in Zif.3 Art.6 EU-Russland-Abkommen aufgezählt.

 

Die Visagebühren können direkt im Konsulat mit der Bankomat-Karte (Maestro) oder durch Überweisung auf unser Konto entrichtet werden; im letzteren Fall ist der Bankbeleg mitzubringen. Barzahlungen im Konsulat sind nicht möglich. Im Falle der Ablehnung des Visumgesuchs wird die Gebühr nicht rückerstattet.

 

Bitte beachten:

Wenn Sie Ihr Visum im Russischen Visazentrum beantragen, werden Sie gebeten, keine Vorauszahlung der Visagebühren auf das Bankkonto des Generalkonsulats zu tätigen! Die Zahlung erfolgt in diesem Fall direkt im Visazentrum. Damit vermeiden Sie Doppelzahlungen, deren Rückerstattung mit unverhältnismäßigem Verwaltungsaufwand und längeren Wartezeiten verbunden ist.

 

Wichtig:

Überprüfen Sie Ihr Visum gleich nach Erhalt (Name, Vorname, Geburtsdatum, Passnummer, Ein- und Ausreisedaten), um eventuelle Fehler rechtzeitig korrigieren zu lassen. Spätere Reklamationen können nicht berücksichtigt werden.

Die Vorlage gefälschter Dokumente/Unterlagen sowie falsche Angaben im Visumantrag sind rechtmäßiger Grund für die Verweigerung des Visums und können ein Einreiseverbot nach Russland zur Folge haben.

Die Einreise nach Russland kann trotz des gültigen Visums verweigert werden, sofern sich an der Grenzübergangsstelle entsprechende Hinweise ergeben.